Ich interessiere mich sehr für Farbgenetik und wollte selber gerne mal einen kurzen Block über unsere Pferde und deren Farben veröffentlichen. Als großer Jäger und Sammler haben wir auch einiges an verschiedenen Fellfarben auf unserem Hof.

Wer sich für die Farbgenetig interessiert sollte unbedingt mal auf die Seite von Shettyhof Frechdachs gucken. Hier wurde sich sehr viel Mühe gegeben alle Farben, Schattierungen und Muster aufzulisten und zu erklären!
Grundfarben
Es gibt grundsätzlich zwei Grundfarben Rot und Schwarz. Die Information welche Farbe ein Pferd bekommt setzt sich immer durch einen Faktor von der Mutter und einen vom Vater zusammen, also immer zwei „Buchstaben“.
Der E-Faktor sagt aus, ob ein Pferd Eumelanin produziert, was schwarzes Haar bildet oder eben das rötliche Pigment Phäomelanin. Ist der E Faktor nicht vorhanden, also ee ergibt sich daraus ein Fuchs, da durch das Fehlen von Eumelanin kein schwarzes Pigment gebildet werden kann.
Der A-Faktor wiederum steuert die Verteilung des schwarzen Pigments. Durch AA oder Aa entsteht ein braunes Pferd mit schwarzer Mähne. Durch aa entsteht ein Rappe: Rappe=Ee aa oder EE aa (ee aa ist wieder ein Fuchs, kein Rappe, da kein schwarzes Pigment gebildet werden kann.)
Ein Brauner ist ein Pferd mit schwarzer Grundfarbe, also „Ee“ trägt aber mindestens ein „A“, sodass die schwarze Farbe auf das Langhaar beschränkt wird.
Ich finde es selber sehr schwer zu verstehen. Genauer und vermutlich auch richtiger nachlesen kann man das ganze hier.
Eine der Mädels hat mich gefragt, welche Farbe ich am liebsten mag und ich kann es gar nicht wirklich beantworten. Ich liebe Palominos. Ich liebe Bella mit ihrem goldenem Fell und der blonden Mähne, aber ich liebe auch die Farbe von Mika. Beide sind meine Traumstuten! Überraschenderweise liebe ich die Farbe von Ilios bzw. diesen unglaublichen Glanz in seinem Fell den ich so noch nie zuvor gesehen habe. Ich liebe es wie das schwarze Fell von Finn in der Sonne glänzt. Ich liebe die Punkte und das Fell von unserem Janosch und Banjos Farbe ist gerade im Sommer ein absoluter Traum. Im Winter sieht er natürlich aus wie ein Teddy. Ich liebe Cayas Fell besonders im Frühjahr mit den wunderschönen Hafer flecken und wie sehr sie leuchtet, aber meine Lieblings Farbe ist vermutlich Fuchs und das in jeder Form. Allein die Anzahl an Füchsen in meiner sonst kunterbunten Herde beweist das vermutlich.

Abzeichen
Kopf
Es gibt viele verschiedenen Formen und Größen von Abzeichen. Blessen die nur aus einem schmalen Strich bestehen, bis hin zur Laterne, welche fast den ganzen Kopf bedeckt. Eine Schnippe ist nur ein schmaler strich an der schnauze. Wenn das Maul komplett weiß ist bezeichnet man es als Milchmaul. Eine Flocke bezeichnet wenige weiße Haare auf der Stirn. Eine Blume ist ein runder kleiner Fleck auf der Stirn. etwas größer und in verschiedensten Formen nennt man das Abzeichen Stern.
Hier die verschiedenen Abzeichen unserer Pferde:






























Sonja musste ich einmal einzeln machen, weil sie so eine besondere Färbung hat. Es sind die Umrisse einer breiten Blesse zu sehen zu sehen. Sie hat einen Stern, aber auch weiß um die Augen herum. Einen Strich auf der Nase und eine so breite Schnippe, dass es fast als Milchmaul durch geht.
Beine
Abzeichen an den Beinen werden unterteilt in halbweiß und weiß oder hochweiß und dann der Bereich in dem das Bein eben weiß ist… Also:

Hochweißer Fuß ist wenn das Weiß über das Vorderfußwurzelgelenk, bzw. Sprunggelenk reicht. Weißer Fuß wenn es darunter Endet. Bei Mina sehr schön zu sehen:
Vorne rechts: Hochweißer Fuß
Vorne links: Weißer Fuß
Hinten: Hochweißer Fuß

Halbweißer Fuß bedeutet das es nur etwa bis zur Mitte des Röhrbeins geht, aber über das Fesselgelenk. Hier am besten bei Renni Hinten zu sehen.

Im Unterschied zu Bella bei der das Weiß bis zum Sprunggelenk reicht aber nicht über das Gelenk wie bei Mina und sie somit weiße Hinterfüße hat.

Valja hat einen weißen Fuß hinten, was zu Irritierung bei den Kindern führte. Wenn wir auf dem Roundpen sind, ist der Paddock ein ganzes Stück weg und ich wurde mehr als einmal gefragt, warum Valja einen Verband trägt. Verstärkt wird dieser Effekt, weil das weiß zumindest von der Außenseite komplett gerade abgeschossen ist. Von innen ist es leicht schräg

Caya hat hinten eine weiße Fessel, das Weiß hinten links geht bis zum Fesselgelenk, aber nicht darüber. Halbweiße Fessel geht eben nicht bis zum Fesselgelenk sondern eben nur bis zur Hälfte, bedeckt aber gut Ballen und Kronengelenk.

Imani hat nur ein schmales Band rund um den Huf weiß. Das nennt man dann weiße Krone.
Hier ist der Bereich zu schmal um nochmal in weiß und halbweiß zu unterteilen. Wenn das Weiß nur auf der Rückseite des Fußes ist, nennt man es weißer Ballen.
Imani hat sein Abzeichen am gleichen Bein wie seine Mama.

Calla hat kein Weiß an den Füßen
Besonderheiten
Unter den weißen Abzeichen ist die Haut rosa und nicht dunkel. Bei Schecken ist die Haut auch gescheckt. Die rosa Haut ist meistens etwas empfindlicher. Pferde mit hellem Maul können sogar Sonnenbrand bekommen. Unser Lio mit dem doppelten Cream-Gen hat nur rosa Haut und wir haben für seine Nase Baby Sonnencreme für die heißen Sommertage. Auch wenn ein Pferd unter Mauke leidet, betrifft dieses meistens vor allem und manchmal sogar nur den weißen Fuß.
Schimmel können auch Abzeichen haben, die man nicht mehr sieht, bzw. nur wenn sie nass sind. Schimmel haben eine normal dunkle Haut. Nur dort wo Abzeichen sind, ist die Haut rosa. Eine Freundin hatte damals ein Porzellanschnecken. Das bedeutet, dass das Pony ursprünglich ein Schecke war. Durch das Ausschimmeln ist sie aber schneeweiß geworden und man konnte von der Scheckung nichts mehr sehen. ABER: Wenn man sie gewaschen hat und sie nass war, konnte man durch die dunkle und helle Haut die Flecken wieder erkennen.


Bei Emilia (oberes Bild) lässt sich die breite Blässe hier recht gut erkennen. Ich habe bei Facebook auch ein Fohlenbild von ihr entdeckt, auf dem man sieht, was wirklich „weiß“ ist, und was „ergraut“. Unser Opa (unteres Bild) hatte eine Schnippe und eine schmale Blesse. Die Blesse konnte man bei ihm aber nicht sehen.

Fuchs
Als Fuchs bezeichnet man Pferde deren Langhaar und Fell die gleiche Rote oder Rotbraune Farbe aufweisen. Durch ein zusätzliches Gen (Flaxen) kann das Langhaar hierbei aber auch aufgehellt sein. Je nachdem wie hell oder dunkel ein Fuchs ist, unterscheidet man zwischen Lichtfuchs, Kupferfuchs, Rotfuchs, Dunkelfuchs, Kohlfuchs und Fuchs.
Fohlenfell
Grundsätzlich sagt man: Was bei der Geburt hell ist wird dunkel und was dunkel ist wird hell. Aber keine Regel ohne Ausnahmen.





Fohlen die Füchse werden haben rosa Augenränder, wenn sie auf die Welt kommen. Die Augenränder der Füchse verändert sich in den ersten 1-3 Wochen auf dunkel. Cremige Felltöne deuten auf einen Dunkelfuchs hin. Dabei werden die Fohlen hell geboren, nach dem ersten Fellwechsel erst einmal richtig dunkel und dann bekommen sie ihre Farbe. Beispiel Valja:




Auf dem zweiten Bild sieht er leider aus wie ein kleiner Esel, aber da kommt seine Farbe so schön zur Geltung. Im Winter ist er wieder deutlich heller geworden und dann auch heller geblieben. Bei seiner Mutter war es auch so, dass ihr erstes Sommerfell deutlich dunkler war, als ihre jetzige Farbe.
Cookie hat einen etwas brauneren Fuchston. Als Fohlen war er Weinrot. Wunderschön. Aber auch er ist wieder deutlich heller geworden, aber dunkelfuchs geblieben.





Otello ist noch mal komplett anders. Mit schwarzem Aalstrich, und einer Mähne die so dunkel wirkt, als würde sie schwarz werden…




Jetzt sieht man deutlich, dass er Dun ist.


Bei Bluebee ist die Sprenkelung im Fohlfell noch kaum zu sehen. Sie ist richtig Fuchsrot geworden.


Bonamie ist die erste, die erste die richtig richtig dunkel geworden ist und auch dunkel geblieben ist.




Hier Calla mit einem Monat, mit drei Monaten und 2 Jährig.



Und Mina:

Ausgewachsen
Ferrari war ein richtiger Rotfuchs. Auf dem ersten Bild ist er geschoren. Im Sommer war er wirklich Fuchsrot.


Mina ist ein Fuchsschecke und im Sommer deutlich hellroter, also eher ein Lichtfuchs. Im im Winter ist sie ein normaler Rotfuchs.


Calla ist ein Dunkelfuchs. Im Sommer hat sie eine wunderschöne Apfelung im Fell, die man im Winter jedoch kaum sieht. Auf dem ersten Bild ist sie fünf Jahre alt, auf dem zweiten zehn Jahre alt und kurz vor Valjas Geburt.


Jacob ist ein Fuchs mit Flaxen, also hellem Behang. Haflinger sind auch Lichtfüchse, also ganz besonders helle Füchse, mit Flaxen. Auch Schwarzwälder sind bekannt für ihre wunderschöne Kohlfuchsfarbe mit fast weißem Behang. Die kleine Vivi ist auch ein Fuchs mit Flaxen, hat aber zusätzlich noch eine Aufhellung.

Renommee ist noch mal ein deutlich „dunklerer“ Dunkelfuchs.




Renni ist im laufe des Sommers immer brauner geworden. Auf den ersten beiden Bildern oben ist ende April. Das Winterfell ist gerade weg und Renni wunderschön dunkel. Auf dem letzten Bild ist er schon deutlich ausgeblichen durch die Sonne. Im Winter hat er dann einen Weinroten Ton gehabt. Heller als im Frühjahr, aber dunkler als im Hochsommer. Unten mal im Vergleich zu einem normalem Rotfuchs

Renommee war bisher der „dunkelste Dunkelfuchs den wir hatten. Es geht aber noch deutlich dunkler. Auf dem ersten Foto würde ich sofort sagen, dass Pferd ist ein Rappe, aber der Papa von Bonamie ist tatsächlich ein Kohlfuchs. Man sieht auf den anderen Fotos deutlich den hellen Behang und wie er rötlich in der Sonne schimmert.



Bon Esprit – Gut Schönweide (schoenweide.de)
Unsere Bonamie ist auch ein Kohlfuchs

Im Abendlicht leuchtet Jacobs Sommerfell unglaublich!! Er sieht aus wie ein Kastanienbraunes Pferd! Nur die schwarze Mähne fehlt. Dadurch das aber auch seine Füße quasi schwarz sind, sieht er echt unglaublich aus. Shettys und Isländer haben einfach die verrücktesten Farbschläge. Wobei gerade diese außergewöhnlichen Fuchsfarben auch typisch für die Classic Ponys sind.



Vererbung
Ein Fuchs ist nicht in der Lage schwarzes Pigment zu bilden. Ein Fuchs mit einem Fuchs ergibt damit auch immer einen Fuchs. Genetisch ist wie oben beschrieben, der E Lokus verantwortlich der beim Fuchs nicht vorhanden ist: ee. Ein Fuchs kann also auch immer nur ein kleines „e“ an seine Nachkommen weiter geben. Also ein Rappe aus einer Fuchsmama so wie z.B. unsere Finn (aa Ee), kann mit einem Fuchsträger auch wieder ein Fuchsfohlen bekommen.
Bei Finn kann man zum Beispiel auch sicher sagen, welche Farben sie trägt. Finn ist sicher aa, weil sie eben ein Rappe ist und Ee weil sie kein Fuchs (ee) ist, ihre Mutter ihr aber auf jeden Fall ein „e“ vererben musste weil sie nur „e“ hat.
Valensky vom Landgestüt Celle ist z.B. ein Brauner (mit Schimmelgen Gg) der mit unserer Calla ein Fuchsfohlen zeugen konnte. Er ist also Mischerbig Ee wie unsere Finn. Calla natürlich reinerbig ee und so hat Valensky sein „kleines e“ an unseren Valja vererbt und wir haben ein Fuchsfohlen bekommen 🙂
Auch Caya und Cookies Papa, Hengst For the Future von der Hengststation Tebbel, haben ein Fuchsfohlen bekommen. Somit sind beide mischerbig Ee und haben beide ihr kleines e an unseren Cookie weiter gegeben. Er war eine ziemliche Überraschung. Ich hatte felsenfest mit einem braunen Pferd gerechnet und wochenlang davon geträumt. Trotzdem ist der kleine sehr gelungen!
Rappen
Rappen sind schwarze Pferde. Es gibt auch Sommer- oder Winterrappen, die eben nur im Sommer oder im Winter richtig schwarz sind und sonst eine eher bräunliche Färbung haben. Glanzrappen oder Blaurappen sind das ganze Jahr über gleichmäßig Schwarz.
Fohlenfell beim Rappen
Das Fohlenfell von Rappen ist meist gräulich oder „Milchkaffeebraun“. Glanzrappen haben wohl schon als Fohlen lackschwarzes Fell. Allerdings werden die Fohlen die wirklich als Rappe zur Welt kommen meistens Schimmel. Minas kleine Schwester Fienchen hier mal als Beispiel mit Mausgrauen Fohlenfell und auch unser Fohlen von Finn ist Mausgrau. Ich bin gespannt ob er im Sommer bräunlicher wird.



Finni und Nora waren „Milchkaffeebraun“. Witziger weise ist Nilo auch immer bräunlicher geworden und sieht jetzt aus wie seine Mama als Fohlen- die letzten Beiden Bilder sind Nilo





Ausgewachsen
Finn ist Sommer wie Winter schwarz(-weiß). Aber kein „Glanzrappe“. Im Sommer bekommt sie durch Sonne und schweiß an der Stelle an der der Sattel sitzt einen bräunlichen Fell-Ton.



Während Nora immer einen leichten Rotstich im Fell hat, den man vor allem in der Mähne erkennen kann. Im Sommer kommt so nach und nach das Roan zum Vorschein.



Braun
Braune Pferde haben schwarzen Behang und unterschiedliche Brauntöne von Hell bis Dunkel.
Fohlenfell
Grundsätzlich: je mehr Rotstich im Fell ist, desto heller bleibt das Fell. Also Ein hellrotes Fohlenfell wird eher ein Kastanienbraunes Pferd. Hat das Fell eher einen Graustich, wird es dunkler werden. Am besten sieht man es an den Füßen. Ein grauer Ansatz heißt meist schwarze Beine – Pferd wird vermutlich dunkelbraun. Wenn das Fell generell ins gräuliche geht, werden sie ganz dunkel. Schwarzes Fell bei der Geburt sind (wenn keine Schimmel) meistens auch sehr dunkelbraune oder schwarzbraune Pferde.
Bei Caya als Fohlen sehr schön zu sehen, die grauen Beine, die nun komplett schwarz sind. Das kastanienbraune Fell ist dunkler geworden.


Haku und auch seine Mutter waren braun bei der Geburt. Stichelhare um Augen und Nase lassen besonders bei Emilia aber schnell den Schimmel vermuten. Graue beine werden später schwarz.


Ausgewachsen
Unsere Caya ist wie gesagt dunkelbraun mit einer wunderschönen Apfelung im Fell die man bei ihr das ganze Jahr über sieht. Im Frühling ist sie aber besonders schön. Sie wird im Winter deutliche dunkelbrauner und beim Fellwechsel bekommt sie dann nach und nach wieder mehr Rotstich. Interessant ist, das Caya als jüngeres Pferd im Frühjahr Kastanienbraun war. Inzwischen ist sie deutlich dunkler.




Lizzy ist mit 3 Jahren auch wunderschön Kastanienbraun. Freza ist dunkler.




Lucky war ein schwarzbrauner. Also so dunkelbraun, dass er schwarz wirkte, mit rotbraunen Abzeichen an den Flanken und an der Nase. Im Sommer war er etwas heller und im Winter wirklich quasi schwarz. Auf dem zweiten Bild mit Winterfell sieht man nur an der Nase noch die braune Farbe, während er im Sommerfell, wie auf Bild eins, im kompletten Gesicht und an den Flanken einen Rotstich hatte.


Scheckungen und Muster
Es gibt verschiedenste Scheckungen bei Pferden. Am bekanntesten sind sicher die Tobiano-Scheckung und die Tigerschecken.
Tobiano
Es gibt vor allem bei den amerikanischen Rassen noch eine viel zahl an anderen Scheckungen, aber die meisten Pferde sind glaube ich Tobiano-Schecken, wie bei uns Finn, Nilo, Mina und Banjo.
Die Tobiano-Scheckung, oft auch als „Plattenscheckung“ oder „Kuhscheckung“ bezeichnet, ist ein bei Pferden häufig vorkommendes Scheckmuster, bei dem große, meist symmetrische weiße Flecken auf einem dunklen Grund hervortreten. Die weiße Farbe kreuzt oft die Rückenlinie, und der Kopf ist meist dunkel, kann aber auch weiße Abzeichen haben.
Eigenschaften der Tobiano-Scheckung:
- Symmetrie: Die weißen Flecken sind oft symmetrisch verteilt und können von der Körpermitte nach oben und unten sowie über den Rücken auf die andere Seite reichen.
- Rückenlinie: Die weiße Farbe überquert häufig die Rückenlinie.
- Kopf: Der Kopf ist meist dunkel, kann aber auch weiße Abzeichen haben, besonders am Genick und an den Ohren.
- Beine: Die Beine sind meist weiß oder haben weiße Flecken.
- Schweif: Der Schweif kann zweifarbig sein.
- Farbliche Variationen: Die Tobiano-Scheckung kann in verschiedenen Farbschattierungen auftreten, von fast rein weiß bis hin zu einem stark gefleckten Aussehen.






Mit Lizzy haben wir jetzt einen sogenannten Minimalschecken. Sie hat beinahe keine Flecken, ist aber ein genetischer Schecke.

Sabino
Sabino ist ein Scheckenmuster, bei dem weiße Flecken mit unsauberen Rändern, besonders an Kopf, Bauch und Beinen, auftreten. Minimale Sabinos haben übergroße Kopfabzeichen, mehr oder weniger weiße Beine und Sichelhaare, die am Bauch und in der Flanke konzentriert sind. Bei stärkerer ausgeprägten Sabinos breiten sich die weißen Haare von unten kommend über den ganzen Körper aus. Übergänge zu den farbigen Gebieten sind meist unregelmäßig und mit Sprenkeln und Stichelhaare durchsetzt.
Eigenschaften des Sabino-Musters:
- Unscharfe Ränder: Die weißen Flecken haben keine klare, definierte Grenze.
- Weiße Flecken: Diese können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten, besonders am Kopf, Bauch und den Beinen.
- Stichelhaar: Ein Teil der Pferde mit dem Sabino-Muster hat stichelhaarige Bereiche auf dem Körper, was auf die Anwesenheit einer Kopie des Sb1-Gens hinweist.
- Komplett weiß: Pferde mit zwei Kopien der Sb1-Mutation sind oft fast komplett weiß.
Nicht alle Sabinos werden auch als Schecken akzeptiert, Minimalsabinos gelten als Solids. Daher gibt es in vielen Rassen (auch jenen ohne zugelassenen Scheckungen) Pferde mit Sabino-Muster. Dies gilt zum Beispiel für Welsh Ponys, die in allen Grundfarben gezüchtet werde, aber bei denen keine Scheckungen zugelassen sind, außer eben die Sabino „Scheckung“
Unsere Bella und auch unsere kleine Zaubermaus Bluebell hat eine minimale Sabino-Scheckung in den Flanken.




Tigerschecke
Eine „Tigerschecke“ (oder „Leopard-Tigerschecke“) bei Pferden ist eine Scheckungsmuster, bei dem dunkle, oft kleine und runde Flecken auf einem weißen Fell erscheinen. Diese Flecken sind oft mit einer unpigmentierten Lederhaut verbunden, was einen grauen Hof um die Flecken herum erzeugt.
Bekannt für die Farbe sind vor allem die Appaloosa und Knabstrupper. Aber auch unser Mini-Shetty/Welsh Mix Janosch ist ein Tiger. Sein Papa ist ein „Weißgeborener“ Das bedeutet, dass er tatsächlich komplett weiß zur Welt kam, aber eben kein Schimmel ist, sondern ein Tigerschecke mit so wenig Punkten, dass er quasi weiß ist 🙂 Die Tigerscheckung sieht man dann an den rosa oder rosa gescheckten Augenrändern und Nüstern oder häufig auch am Schlauch. Und auch unser Winnie ist ein Tiger.








Sooty
Das „Smutty“-Gen beim Pferd (auch Sooty genannt) bewirkt, dass dunkle Haare in das Fell gemischt werden, was dazu führt, dass Pferde dunklere Flecken, insbesondere auf Rücken und Flanken, haben. Es kann auch zu einer „Äpfelung“ auf farbigen Grund führen, sprich, dass das Fell an bestimmten Stellen einen dunkleren, „äpfelartigen“ Anstrich erhält.
- Auswirkungen auf die Fellfarbe: Das Smutty-Gen kann die Fellfarbe subtil verändern, z.B. aus einem Braunen ein Mahagonibraunes oder aus einem Fuchs ein Dunkelfuchs oder Schwarzfuchs machen. Bei Rappen hat das Gen keinen sichtbaren Effekt.
- Vererbung: Das Gen wird dominant vererbt, was bedeutet, dass es sich nicht unbedingt nur in homozygoter Form (beide Elternteile tragen das Gen) ausdrückt, sondern auch in heterozygoter Form (nur ein Elternteil trägt das Gen) sichtbar ist.
- Aussehen: Pferde mit dem Smutty-Gen können dunklere Flecken an Gesicht, Flanken, Hinterhand und/oder Beinen aufweisen. Es kann auch zu einer Verwaschung der Farbe kommen, so dass das Fell nicht mehr so leuchtend erscheint.
- Verwandtschaft zum Sooty-Gen: Sooty und Smutty werden oft synonym verwendet, wobei Sooty die englische Bezeichnung für den dunklen „Ruß-Effekt“ ist, der durch das Gen verursacht wird
Die Apfelung in Callas und Cayas Fell entsteht durch das Sooty-Gen und sorgt auch bei Apfelschimmeln für die entsprechende Farbe. Calla und Caya haben es also vermutlich von der Mama geerbt. Bei Mika sieht man sie tatsächlich so richtig nur im Frühling, wenn das Winterfell ausfällt und das Sommerfell noch nicht ganz durch ist.




Roan
Das Roan-Gen verursacht bei Pferden eine Fellfarbe, die durch eingestreute weiße Haare (Stichelhaare) auf der Grundfarbe gekennzeichnet ist. Dieses Gen führt dazu, dass sich weiße Haare gleichmäßig mit den Haaren der Grundfarbe im Fell vermischen. Es ist zudem dominant, was bedeutet, dass ein Pferd nur eine Kopie des Roan-Gens benötigt, um das Roan-Muster zu zeigen.
Unsere Nora ist ein Roan. Ihre Grundfarbe ist Rappe, daher ist sie ein Blue-Roan, Moorenkopfschlimmel oder eben Blauschimmel. Trotz des Namens ist sie aber kein „Echter“ Schimmel. Sie ist im Winter schwarz und wird im Sommer stichelhaarig. Meist ist der Kopf dunkel und der restliche Körper deutlich heller. Sie schimmelt aber nicht aus, also wird auch im hohen Alter nie weiß sein. Im Moment bekommt sie sehr süße Punkte um die Nase. Ihr Papa ist im Sommer grau und hat auch eine Scheckung. Interessant ist, das Roan und die Scheckung auf dem gleichen Gen ist und ihr Papa nur die Scheckung oder das Roan weiter geben kann, bzw. eines von beiden sogar weitergeben muss. Noras kleiner Bruder ist ein Schecke, aber kein Roan. (Mama Maya ist eine normale braune. Von ihrer Seite kann also nichts in Richtung Scheckung und Roan kommen.) Hier zwei Bilder von ihrem Papa, da man es bei Nora noch nicht wirklich sehen kann. Auf dem ersten ist sie aber zumindest auch zu sehen 🙂


Im Fohlenfell und auch als Jungpferd ist das Stichelhaarige kaum zu sehen. Nora war mit einem Jahr ganz leicht gestichelt und im Winter wieder komplett schwarz. Mit 2 Jahren hat sie im Sommer die gepunktete Nase vom Papa und auch viele weiße Punkte im Fell. Jetzt 3 Jährig hat sie im Sommer Punkte im Fell ist deutlich stichelhaarig, aber bei weitem nicht so Grau wie Papa. Aber ihre Mähne ist fast weiß.



Aufhellungen
Schimmel
Ein Schimmel kommt nicht weiß zur Welt. Es ist vielmehr ein frühzeitiges „ergrauen“. Unser alter Schimmel zum Beispiel kam als Fuchs zur Welt und wurde dann aber schon sehr früh sehr weiß, während Blue sehr viel langsamer ausgeschimmelt ist.

Hier auch schön zu sehen bei Callas und Cayas Mama Lollypop. Mit Caya 2011 und mit Calla 2012. Sie ist innerhalb eines Jahres noch mal deutlich heller geworden.


Alle Schimmel werden früher oder später ganz weiß. Bei manchen geht es jedoch so langsam, dass sie bis ins hohe Alter noch Farbpigmente haben. Der Züchter von Calla und Caya hatte zum Beispiel eine Stute, die bis zum 6ten Lebensjahr noch lack schwarz war und dann erst angefangen hat die ersten Anzeichen eines Schimmels zu entwickeln. Das ist aber eher die Ausnahme! Normal sieht man die ersten Zeichen bereits beim wechseln des Fohlenfells. Hier bei unserem kleinen Haku sieht man es mit einem Monat schon deutlich um die Augen herum. Ich war mir allerdings von vornherein sehr sicher dass ich dieses mal meinen Schimmel bekomme. Zum einen war er stichelhaarig, zum anderen ist seine Mutter Schimmel der X-ten Generation. Und auch mit 3 Jahren komplett weiß. Er wird sich voraussichtlich nicht lange damit aufhalten. An der Stelle, wo er für den Schipp platziert wurde, war er unter dem Fohlenfell schon nicht braun, sondern dunkelgrau. Auch daran sieht man, dass er ausschimmeln möchte.


Unten sieht man wie schnell Haku weiß wird. Unter seinem Fohlenfell ist er bereits komplett grau. Das Graue wird dann nach und nach weiß. Die Fotos sind mit nicht mal einer Woche Abstand Ende Juli-Anfang August entstanden, als Haku gerade 2 1/2 Monate alt war.


Inzwischen sieht man kaum noch braun. Er hat ein bisschen braun auf der Nase und einen leichten Braunschimmer im Fell. Er ist aber sehr dunkelgrau geworden. Die Fotos unten sind mit 4 und 5 und 6 Monaten. Von Braun/Weiß zu Grau zu beinahe Schwarz.



Unten noch einmal Imanis Weidekollegen aus 2022 und Valjas Weidekollegen aus 2023 als Beispiel. Der Jährling auf dem ersten Bild ist schon fast komplett weiß, während der „Große“ 3 Jahre (mittleres Bild) noch fast komplett schwarz ist und man nur leicht im Gesicht sieht, dass das nicht so bleiben wird. Auf dem dritten Bild sieht man den „Jährling“ von Bild eins noch mal als zwei Jährigen jetzt als Valjas Weidekollege in 2023. Beine und Hals sind deutlich heller geworden. Der Rappe auf dem letzten Bild ist ein Jährling und will tatsächlich auch mal ein Schimmel werden. Bei ihm konnte man es beim Wechsel von Fohlenfell auf das normale Fell noch überhaupt nicht sehen. Erst seit er den Winterplüsch abgeschmissen hat und Sommerfell bekommt, ist er leicht Stichelhaarig.




Im Gegensatz dazu: Emilia ist auf dem Foto gerade mal 5 Jahre alt und Schneeweiß. Unten einmal als Fohlen, wo man schon deutlich um die Augen sieht, dass sie weiß werden möchte und sich auch nicht lange damit aufhält.


Unser erster Schimmi Winny (oben) hatte im hohen Alter noch immer dunkleren Behang. Während unser zweiter Schimmi Gaspo (unten) schon sehr früh Schneeweiß gewesen ist. Wir haben ihn mit 10 Jahren bekommen und da hatte er schon kein buntes haar mehr an sich. (Wir haben unsere Schimmel immer nur Schimmel oder Schimmi genannt)

Vererbung Schimmel
Ein Schimmel benötigt auch immer einen Elternteil der Schimmel ist. Bei den Grundfarben ist das nicht so. Finns Mama z.b. ist wie gesagt ein Fuchs. Finn trägt daher immer den Fuchs-Faktor von ihrer Mama und könnte auch ein Fuchsfohlen bekommen, obwohl sie Rappe ist. Die Mama von Calla und Caya ist zwar ein Schimmel, aber da Calla und Caya beide ganz eindeutig keine Schimmel sind, können sie den Schimmel-Faktor auch nicht an ihre Fohlen weitergeben. Nur durch einen Schimmelhengst, könnten wir also auch ein Schimmelfohlen bekommen. Das Schimmel Gen ist ebenfalls dominant und zeigt sich bereits bei einem „G“. Reinerbige Schimmel „GG“ haben von beiden Elternteilen das große „G“ bekommen und zeugen immer Schimmel. Mischerbige Schimmel „Gg“ wie z.B. Valensky, können einen Schimmel zeugen und das große G weitergeben. Valja hat das kleine „g“ von ihm bekommen und ist somit kein Schimmel „gg“ wie seine Mama.
Cream-Gen
Das Cream-Gen ist verantwortlich für Palominos oder Buckskin oder in doppelter Ausführung für Perlinos oder Cremellos. Im schwarzen Fell sieht man die einfache Aufhellung fast gar nicht (Smoky Black), die doppelte Aufhellung sorgt für ein graues Fell (Smoky Cream)
Hier mal das Fohlen einer Bekannten. Der Papa der kleinen Midnight ist ein Cremello Hengst und die Mama eine Rappstute. Midnight ist bei der Geburt Mausgrau und trägt die Farbe Smoky Black, die man bei Fohlen an den hellgrauen Puscheln in den Ohren erkennen kann. Später sieht man sie bei dunklen Exemplaren gar nicht mehr, bei helleren einen leichten grau- oder braunstich.

Buckskin
Während Palominos im Deutschen Isabell Farben genannt werden, gibt es für die Farbe Buckskin keine wirkliche Übersetzung. Gerne wird die Farbe daher als „Falbe“ bezeichnet, was aber nicht korrekt ist. Falben tragen das Dun-Gen und Buckskin eben das Cream-Gen. Es sind Erdfarbende Pferde oder Braun-Isabell.
Buckskin gibt es in unterschiedlichsten Schattierungen. Vom Buttermilk Buckskin mit fast weißcremigen Fell bis zum Dark Buckskin mit nahezu dunkelbraunem Fell ist alles vertreten. Silver Buckskin haben eher gräuliches Fell.
Mika und Imani sind beide Buckskin, aber während Mika sehr hell ist, ist Imani das Gegenteil. Wenn ich nicht seinen Vater und die Fohlenbilder hätte, wäre ich mir sicher, er ist ein normaler brauner.
Mika ist im Winter heller oder eben gräulicher und wird zum Frühling am Hals dunkler, bevor sie wieder auf ihr normales goldenes Sommerfell wechselt. Als Mika jung war wurde ich gefragt ob unser Araber-Mix ein Norweger ist. Es ist schon manchmal fies.



Imani kam hell zur Welt und hatte aber schon immer eine „dunkle Maske“ um die Augen. Mika hatte die nicht. Links Mika, rechts Imani:





Imani ist dann aber sehr schnell dunkel geworden und sieht im Winter aus wie seine Mama. Caya hat aber einen rötlichen Ton im Fell, der bei Imani eben Beige ist. Ansonsten finde ich sieht Imani von der Farbverteilung aus wie ein Schwarzbrauner. Wie Lucky, nur nicht in schwarz rot, sondern in dunkelbraun-beige.


Ich hatte immer Hoffnung das er noch wieder heller wird, weil Mika als Jährling bzw. mit 1 1/2 auch mal dunkel geworden ist, aber bereits als 2 Jährige mit dem Sommerfell wieder hell war. Sie wird zum Fellwechsel im Frühjahr jedes Jahr dunkler, aber nicht mehr so doll wie als Jährling.




Palomino
So wie Braunisabell gerne als Falbe bezeichnet wird, sehen Palominos aus wie Haflinger. Aber Haflinger sind keine Palominos. Sie sind Lichtfüchse mit Flaxen.
Bella im Winter und im Sommer. Bella ist im Sommer rötlicher und im Winter heller, was man auf den Fotos aber nicht so sehr erkennt.


Und Pino noch mit Fohlenfell. Pino hat sein Fohlenfell einfach erst mal gar nicht abgeschmissen, sondern nur aufgeplüscht und Winterfell draus gemacht. Auch Pino ist im Sommer etwas rötlicher und im Winter viel heller und im insgesamten noch mal heller als Mama



Cremello und Perlino
Cremellos sind doppelt aufgehellte Füchse und Perlinos doppelt aufgehellte Braune. Imanis und Lios Papa Cadlanvalley Sir Ivanhoe ist eine Cremello.


Auch Mikas erstes Fohlen ist ein Cremello. Lio ist sehr hell cremefarben. Der weiße Stern auf der Stirn ist kaum zu erkennen. Er hat auch 2 weiße Hinterbeine. Wir wussten am Abend seiner Geburt noch nicht sicher, ob er ein ganz heller Palomino ist, aber am nächsten morgen war alles klar. Er hat die typischen hellblauen Augen. Füchse und Palominos haben häufig bei der Geburt noch rosa Augenränder und das er wirklich hellblaue Augen hat, konnte man im dunkeln nicht erkennen.


Der Kleine hat einen unglaublichen Glanz im Fell. Und den nicht nur im Sommerfell, sondern auch im Winterplüsch. Perlmutt wie eine Muschel. Das Winterfell ist ein ticken dunkler. Man sieht die Abzeichen etwas besser. Mit zwei Monaten auf der Fohlenschau mussten wir nach Fotos von der Geburt suchen, um die Abzeichen zu zeigen, damit diese ein gezeichnet werden können.


Vererbung des Cream-Gen’s
Ivy, mit seiner doppelten Aufhellung, gibt sein Creme-Gen immer an seine Nachkommen weiter, während einfache Aufhellungen wie Bella oder Mika nur zu 50% ihre Aufhellung weiter geben können. Erklärung:
Cream =Cr / kein Creme-Gen = cr (Caya ist also z.B. crcr weil sie keine Aufhellung trägt.)
Mika und Bella tragen eine einfache Aufhellung also: Cr cr
Ilios und sein Vater Ivy ist doppelt aufgehellt: Cr Cr
Jeder Elternteil darf ein Gen an das Fohlen weitergeben. Also von „Papa Ivy“ muss ein Cr kommen, weil er nur Cr hat. Mika und Bella könnten Cr oder cr vererben. Caya nur cr. Für Imani damit ganz klar Crcr
Waxwing Perrin ist tatsächlich auch ein Buckskin. Da er Schimmel ist sieht man es nur nicht. Also hätte Bella theoretisch sogar einen Cremello oder Perlino bekommen können, wenn beide ihr Cr weiter geben. In ihrem Fall hat aber nur einer sein Cr weitergegeben und wir haben einen kleinen Palomino.
Dun-Gen
Typische Träger des Dun-Gen sind Fjordpferde. Aber auch viele ursprüngliche Ponyrassen wie Konik, Isländer oder Dülmener Pferde sind häufig „Falben“ Sie haben einen Allstrich und zweifarbigen Behang, sowie häufig auch streifen an den Beinen. Der zweifarbige Behang, den man besonders gut bei Norwegern sieht, kommt, weil sich der Aalstrich auch durch die Mähne zieht.
Unsere wunderschöne kleine Zaubermaus Viva la Vida oder Lady Vivien ist auch ein Falbe. In ihrem Fall ein Fuchsfalb oder „Red-Dun“ Auf dem Rücken kann man den Strich schon gut sehen. In der Mähne noch nicht.

Und auch Otello ist ein Dunkelfuchs Dun. Wir haben ja lange gerätselt, aber auch der Verein meinte, es ist kein Pseudo Aalstrich, sondern ein richtiger, da er auch eine deutliche Aufhellung im Fell hat.

Haku ist deutlich zu sehen: Ein Dun, oder besser ein Braunfalbe. Allerdings wird diese Färbung irgendwann einfach vom Schimmelgen verschluckt werden.


Unsere Poki ist ein „Grullo“: Black-Dun oder Graufalbe Man sieht auch einige helle strähnen in ihrer Mähne, die von dem schwarzen Teil überdeckt werden. aber Rechts und links waren helle Haare in der Mitte schwarze.

Blue ist auch ein „schimmelnder“ Graufalbe mit Aalstrich und den typischen dunkleren Puschen.


Falbe ist eine relativ häufig auftauchende Farbe. Freza hat ebenfalls einen Aalstrich. Sie ist vermutlich ein Braunfalbe. Bei Ihr könnte ich mir auch vorstellen, dass sie einen Pseudo-Aalstrich hat, also kein wirklicher Dun ist, da ihre Farbe nicht wirklich aufgehellt ist.
Creme und Dun
Der Unterschied zwischen Creme und Dun ist also hauptsächlich der Aalstrich und die zweifarbige Mähne, da der Aalstrich sich auch durch Mähne und schweif zieht. Ansonsten gibt es von allen hellere und dunklere Exemplare. Mika sieht aus wie ein Falbe ohne Aalstrich und das Vivi kein Palomino ist wie Pino oder Bella, obwohl beide gleich aussehen… Gerade beim Fuchsfalbe ist häufig der Aalstrich nicht so ausgeprägt. Stellt man jetzt noch einen typischen Haflinger daneben, hat man drei mal vermeintlich genau die gleiche Farbe.



Weißfalb
Mira ist wieder etwas besonderes, denn sie ist ein Weißfalbe, trägt also das Dun- und das Cream-Gen. Als Fohlen war sie daher fast weiß und noch ohne Aalstrich. Der kam erst mit über einem Jahr.


Vererbung
Anders als beim Cream-Gen ändert ein doppeltes Dun-Gen „DD“ nicht die Farbe. Das Gen ist Dominant, man sieht die Färbung also bereits bei „D/nd“ wie beim Schimmel. Ein Reinerbiger Falbe DD vererbt nur in jedem Fall seine Farbe, er sieht aber nicht anders aus als ein Mischerbiger Falbe D/nd.
Es gibt hier noch einen spezielle Geno-Typen „nd1″ Non-Dun“ also kein Dun -> Dieses Gen bewirkt, dass die Wildfärbung vererbt wird, also den Aalstrich und auch Tigermuster an den Beinen, ohne dabei die bei Dun typische Aufhellung mit zu liefern. Das sind dann Pseudoaalstriche.
Windfarben
Das Silver-Gen „Z“ bewirkt die Aufhellung von schwarzem Haar, insbesondere dem Langhaar. Bei Füchsen würde man es daher gar nicht sehen. Rappen mit Silver-Gen sehen häufig aus wie sehr dunkle Dunkelfüchse mit Flaxen, wie z.B. Schwarzwälder.
Banjo und seine Mama sind Windfarben. Banjos Mama ist Silver Dapple. Durch die Scheckung ist bei Banjo die Mähne allerdings sowieso weiß. Aber eigentlich ist er eine Blondine. Sein Fohlenfell war auch bei ihm deutlich heller! Und im Schopf sieht man, das er vorne Blond ist und ab dem Fleck am Hals erst weiße Mähne hat.








Auch Janosch trägt das Silver-Gen und somit auch eine Blondine. Auf dem zweiten Bild sieht man auch das Banjos Schweif nicht weiß sondern eher Blond ist. Lustigerweise sah Janosch Mama fast genau so aus wie Banjos.


